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Alle Jahre wieder...Mit weniger Stress durch den Weihnachtswahnsinn!


Advent, Advent...

Alle Jahre wieder gehe ich in der Vorweihnachtszeit durch die Läden und Straßen und bin erstaunt, wie sehr doch in dieser vermeintlich besinnlichen Zeit der Stress von der Menschheit Besitz ergreift.

Es wird geschubst und gedrängeld, gemeckert und gemosert, jeder wirkt chronisch unzufrieden und reizbar.

Da wird die Kassiererin im Laden schnell zum Sündenbock und muss sich allerlei Beschimpfungen anhören.

Ich war 12 Jahre im Einzelhandel und habe diesen Wahn aus nächster Nähe mitbekommen. Meine Liebe zu Weihnachten ging mir in dieser Zeit so gut wie vollständig verloren!

Doch wieso setzen die Menschen sich selber so sehr unter Druck? Warum diese Aggressionen und diese Unzufriedenheit?

 

Damit Ihr ohne, oder in jedem Fall mit ein bisschen weniger Stress durch die (Vor-) Weihnachtszeit kommt, verrate ich Euch heute 10 nützliche Tipps:


1. Mach Dich frei von Erwartungsdruck

Die Familie ist eingeladen und Heilig Abend steht vor der Tür. Alles soll perfekt werden, denn Du möchtest Dir schließlich nicht nachsagen lassen, dass der Abend ein Reinfall war!

Aber wieso existiert überhaupt so ein Erwartungsdruck? Warum muss das Fest perfekt sein?

Bleibt nicht gerade das nicht perfekte viel besser in unserer Erinnerung? Lacht man nicht viel mehr über Pleiten, Pech und Pannen, als über Perfektionismus?

Mach Dich frei von Deinen eigenen und auch von den Erwartungen Anderer. Atme durch und überlege Dir, wie Du Dich am besten organisieren kannst, ohne dass die Vorbereitungen zu einem Eiertanz werden.

Perfektion liegt immer im Auge des Betrachters, vergiss das nicht.

2. Sei unerreichbar!

Gönne Dir den Luxus Dein Handy mal für eine kurze Zeit aus- oder zumindest in den Flugmodus zu schalten.

Whatsapp und Co. lenken Dich nur von Deinen Gedanken ab und rauben Dir bei einigen organisatorischen Angelegenheiten wertvolle Zeit. Und seien wir mal ehrlich... Die meisten Dinge, die sich im Laufe eines Tages in den Social Media Kanälen abspielen lassen sich auch ohne weiteres auf den Abend verschieben.

Wer schreibt Dir vor, dass Du 24/7 erreichbar sein musst?

3. Warum alles alleine machen?

Jedes Jahr aufs Neue stehst Du mit all den Vorbereitungen alleine da? Warum eigentlich?

Wieso holst Du nicht einige Familienmitglieder mit ins Boot und verteilst ein paar Aufgaben?

Vielleicht helfen Deine Geschwister oder Deine Kinder gerne beim Dekorieren, die Eltern oder Großeltern beim Einkauf oder Kochen!? Wer schreibt vor, dass man als Gastgeber für alles selbst verantwortlich ist?

Du wirst sehen, wenn alle mithelfen gehen die Vorbereitungen nicht nur einfacher, sondern auch schneller von der Hand und Du wirst viel weniger gestresst sein.

4. Auswärts essen

Anstatt sich damit rumzuärgern den Einkauf für das Familiendinner zu erledigen, sich Gedanken darüber zu machen, dass Oma Erna Dank Ihrer 3. Zähne nicht mehr alles kauen kann, Nichte Elena eine Gluten- und Laktoseintolleranz hat und der Freund sowieso immer an allem rummäkelt, geht doch einfach alle gemeinsam auswärts etwas essen.

Dort kannst Du Dich entspannt zurücklehnen und bedienen lassen. Extrawünsche werden mittlerweile in so gut wie jedem Restaurant berücksichtigt und i.d.R. findet sich für fast jeden Geschmack etwas auf der Karte.

Keine Idee wohin? Dann zieh doch eine Suchmaschine zur Rate und schaue, welche Restaurants es in Deiner Umgebung gibt. Dank der Kundenbewertungen erhältst Du zudem noch einen Überblick über Qualität und Angebot.

5. Die Verlosung

In meiner Familie war es vor einigen Jahren noch daran, dass wir untereinander die zu beschenkende Person ausgelost haben.

Eine tolle Möglichkeit, um die Ausgaben und den Stress im Rahmen zu halten!

Wie das ausgesehen hat? Ganz einfach...

Alle Personen, die es zu beschenken galt schrieben einen eigenen Wunschzettel. Meine Ma hat die Wunschzettel dann mit Namen versehen am Computer ausgedruckt und einzelnd zusammengerollt, sodass jeder Wunschzettel wie ein großes Tombola-Los aussah. Dann durfte jeder in der Runde ein Los ziehen. Ab jetzt galt die höchste Geheimhaltungsstufe! :)

Wir haben Freude daran gehabt nicht zu wissen, wer von uns wen gezogen hatte und demnach beschenken wird.

Wer möchte kann auch ein Ausgabenlimit festlegen, oder wie wir gesagt haben: Mindestens 20,-€ sollten von Jedem investiert werden, damit es fair bleibt. So kann man zum Einen die Ausgaben im Rahmen halten und der Schenkende muss sich keine Gedanken dazu machen, womit er dem Anderen eine Freude machen kann, denn die Auswahl war ja Dank des Wunschzettels bereits gegeben.

6. Einfach mal nichts schenken

Ja zugegeben, in einer Zeit in der Konsum immer größer geschrieben wird und jeder der Meinung ist das tollste Geschenk unter den Baum legen zu müssen, ist dieser Vorschlag nur schwer denkbar.

Aber vielleicht sollte man sich mal wieder auf die eigentliche Bedeutung von Weihnachten besinnen und einfach dankbar sein, diese Zeit mit Freunden und/ oder Familie verbringen zu können.

Denn ist die Zeit miteinander nicht das wertvollste Geschenk?

7.Denke auch an Dich!

Gerade in anstrengenden Zeiten ist es wichtig, sich kleine Auszeiten einzuräumen. Es geht nicht darum, einen Wettbewerb zu gewinnen oder ein wichtiges Projekt abzuliefern!

Tu Dir selbst etwas gutes und gönne Dir ein wenig Wellness.

Zum Beispiel einen Besuch beim Friseur, im Nagelstudio oder in der Sauna.

Diese Dinge benötigen nur wenig Zeit, tun jedoch Dir und Deiner Seele gut.

Am Abend gemütlich bei Kerzenschein und einer guten Tasse Tee, oder einem Glas Wein auf dem Sofa zu entspannen gibt Dir Kraft und Energie für den nächsten Tag.

8. Feiern im kleinen Kreis

Warum Heilig Abend mal nicht nur besinnlich in einem ganz kleinen Kreis verbringen?

Nur mit dem Partner oder den Eltern... Ohne Hektik.

Die Besuche bei oder von Verwandten können auch ein, zwei Tage länger warten

9. Ich bin dann mal weg

Du hast echt keine Lust dieses Jahr schonwieder der/ die Dumme zu sein und die Feierlichkeiten auszurichten?

Vielleicht solltest Du dann einfach mal einen Kurzurlaub in Erwägung ziehen. Städtereisen und Kurztrips sind heutzutage günstig und kurzfristig machbar und erweitern den Horizont.

Und wer nicht da ist, kann auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. ;)

10. Redet miteinander

Jeder hat eine andere Vorstellung von einem gelungenen Weihnachtsfest. Damit aber aus Weihnachtslust nicht Weihnachtsfrust wird, setzt Euch rechtzeitig zusammen an einen Tisch, oder telefoniert miteinander und sprecht über Eure Wünsche und Vorstellungen. So kann eventueller Unmut von vornerein beiseite geschafft werden und Ihr könnt versuchen Euch in der Mitte zu treffen, sodass jeder seine Wünsche einbringen kann.

Und wenn doch mal etwas daneben geht, bitte ärgert Euch nicht! Denn wenn man mal wirklich darüber nachdenkt, sind es am Ende meist nur Kleinigkeiten, wegen denen an den Feiertagen gestritten wird. Geniesst lieber die Zeit, die Ihr miteinander haben dürft.

Fazit

Es gibt viele Mittel und Wege Stress zu bewältigen und zu reduzieren. Im Allgemeinen lassen wir uns viel zu oft von Erwartungen unter Druck setzen. Macht Euch bewusst, dass es wichtigeres gibt als einen perfekten Abend zu gestalten.

Die Zeit mit der Familie ist wertvoll und sie ist begrenzt!

 

Also meine Lieben...Habt eine schöne

(Vor-) Weihnachtszeit und vielleicht war ja der Eine oder Andere wertvolle Tipp dabei.

 

In diesem Sinne einen schönen 1. Advent. Deine Sabrina


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