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Wie bitte...!? Haare waschen mit Roggenmehl?!


Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung, unter Anderem in Form von Fotomaterial.


Sicher kennen es viele von Euch:

Ihr habt Euch bereits durch hunderte von Shampoo- Sorten durchprobiert. Von teuer bis preiswert, von Naturkosmetik bis zur Premiummarke. Doch das Ergebnis ist selten wie gewünscht.

 

Ich selbst kam nie drum herum, meine Haare täglich waschen zu müssen. Bereits am gleichen Abend erschienen sie mir oft wieder leicht fettig und saßen einfach nicht mehr.

Leider habe ich sehr feines und strapaziertes Haar. Vor Kurzem gönnte ich mir dann auch einfach mal eine Blondierung.

 

Bereits seit einigen Jahren befasse ich mich zunehmend mit alternativen Pflegeoptionen zur konventionellen Kosmetik.

Ich bin mittlerweile in Sachen Gesichtspflege komplett auf Naturkosmetik umgestiegen und das mit Erfolg!

Nachdem ich mit Schuppenflechte im Gesicht zu kämpfen hatte, und das wirklich jedes verdammte Jahr im Winter, war ich für jede Anregung dankbar! Und was soll ich sagen, seit zwei Jahren habe ich nur noch ganz selten Probleme mit meiner Haut, nämlich dann wenn ich zu wenig trinke, oder es extrem kalt und die Luft daher sehr trocken ist.

 

Auf Gesichtspflege möchte ich heute jedoch nicht eingehen. Lasst mich aber gerne wissen, wenn ich Euch mein Geheimnis hierzu in einem weiteren Beitrag verraten soll!

 

Heute möchte ich Euch eine sehr unkonventionelle Methode der Haarwäsche näherbringen, die bei mir zunächst für ungläubiges Kopfschütteln sorgte. Neugierig war ich trotzdem, und da die Zutaten für die Shampoo- Alternative derart günstig sind, habe ich es an einem Wochenende einfach mal ausprobiert.

 

Das Geheimnis heißt: ROGGENMEHL!

 

Ja richtig... Ich wasche bereits seit drei Wochen meine Haare nur noch mit dieser einen Zutat und ich bin wahnsinnig begeistert vom Ergebnis!!!

 

Ich habe recht kurze Haare (etwa kinnlang) und sie sind, wie bereits erwähnt, sehr fein und strapaziert.

Außerdem neigte ich in der Vergangenheit zu juckender und sehr trockener Kopfhaut und litt zeitweise unter starkem Haarausfall. Ich probierte mich durch etliche Shampoo- Sorten mit dem immer gleichen Ergebnis...Nach einem Tag musste ich erneut waschen und meine Haare wuchsen keinesfalls gesünder nach.

 

Neulich stöberte ich dann im Internet und stieß ganz zufällig auf einen Beitrag bei Youtube, in dem von der sogenannten NoPoo (für No Shampoo) Methode die Rede war. Hier warb man für das Haare waschen NUR mit Wasser.

Das fand ich interessant, wenn ich auch dachte, es wäre keine Option für mich, da ich finde, dass die Haare beim Waschen ohne Hilfsmittel danach einfach nicht schön sitzen. Bei langen Haaren ist das vielleicht anders.

Dennoch sah ich mir den Beitrag interessiert an.

Es wurde erklärt, dass man zur Entgiftung der Haare eine 14-tägige Haarwasch- Pause einlegen solle. DAS konnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen, da ich täglich ins Büro muss und ich mich einfach schrecklich fühlen würde

mit unsauberen Haaren.

Im späteren Verlauf wurde dann jedoch auf eine Alternative hingewiesen, nämlich auf das Waschen mit Natron oder Roggenmehl.

Das verleitete mich zu weiteren Recherchen. Natron kam für mich aufgrund seiner fehlenden Pflegeeigenschaften nicht in Frage, soll sich jedoch super eignen, um die Haare einer Grundreinigung zu unterziehen und sie von Rückständen zu befreien.

 

Die Möglichkeit meine Haare mit Roggenmehl zu waschen fand ich jedoch interessant.

So verfügt Roggenvollkornmehl über viele Mineralstoffe und Pflegeeigenschaften, Vitamin B wirkt entzündungshemmend und feuchtigkeitsbindend. Durch einen PH- Wert von 5,5 ist es PH- hautneutral und bestends für empfindliche Haut geeignet.

 

 

Wieso Roggenmehl?

  • es ist vegan
  • ohne chemische/ irritierende Zusatzstoffe
  • preiswert
  • hervorragende Reinigungswirkung
  • pflegend
  • ph-hautneutral
  • ohne überflüssige Verpackung
  • umweltfreundlich
  • Anti- Schuppen- Wirkung
  • duftneutral

 

Zudem enthält Roggenmehl im Gegensatz zu beispielsweise Weizenmehl im Grunde kein Gluten, das sogenannte Klebereiweiß. Würdet ihr Eure Haare mit einer anderen Mehlsorte waschen, dann hättet ihr eine ziemlich klebrige Masse auf dem Kopf, welche sich wohl kaum mehr ausspülen ließe!

Wenn ihr also nicht am Ende einen Brotteig von Eurem Kopf knuspern wollt, empfehle ich Euch ausschließlich mit Roggenmehl Typ 1150, oder Roggenvollkornmehl zu waschen.

 

 

 

Der Unterschied der Mehltypen?

 

 

Roggenmehl Typ 1150 ist sehr viel feiner als das Roggenvollkornmehl. Es eignet sich somit besser für sehr feines und brüchiges Haar, da es sich leichter ausspülen lässt.

Roggenvollkornmehl hat dafür den höheren Anteil an pflegenden Komponenten, da es die sogenannten Getreidespelzen aus dem vollen Korn enthält. Diese sind etwas schwerer auszuspühlen, lassen sich jedoch nach dem Trocknen der Haare leicht ausbürsten.

 

 

Haare waschen mit Roggenmehl...So geht es:

Alles was Du benötigst ist Roggenmehl Typ 1150, oder das gröbere Roggenvollkornmehl. Am besten in Bio- Qualität.

 

Am einfachsten lässt sich das "Shampoo" in einem

Schüttelbecher ansetzen.

Für mein kinnlanges Haar nehme ich 3 gehäufte Esslöffel Roggenmehl Typ 1150 und fülle dann ca. 250ml lauwarmes Wasser mit in den Becher.

Nun alles gut durchschütteln, oder mit einem Schneebesen verrühren, bis keine Klümpchen zu sehen sind. Im Schüttelbecher dauert das nur knapp 10 Sekunden.

Jetzt könntest du das Gemisch schon direkt auf deine angefeuchteten Haare geben und sanft einmassieren.

Wer möchte kann die Mischung aber auch noch einige Minuten stehen lassen, damit sich mehr

Pflegestoffe aus dem Mehl lösen können.

Wichtig ist hier nur der Hinweis, dass die Reinigungswirkung des Gemisches mit zunehmender Standzeit sinkt. Heißt: Kürzere Standzeit = bessere Reinigung, längere Standzeit = intensivere Pflege.

Einmassiert werden braucht das "Shampoo" nur auf der Kopfhaut und im Haaransatz. Es verteilt sich i.d.R. allein bis in die Spitzen. Bei langen Haaren kannst du es aber im Anschluss noch leicht verteilen.

Vorsicht! Bringt Eure Haare dabei nicht allzu sehr durcheinander!

 

Ich lasse das "Shampoo" nun normalerweise ca. 5 Min einwirken und dusche in dieser Zeit einfach. Danach stellt man den Duschkopf auf den härtesten Strahl ein und spült die Haare ausgiebig durch.

Die Ohren nicht vergessen, denn hier setzt sich gerne ein bisschen was von dem Wasser- Mehl- Gemisch ab.

Nun entsteht ein absolut ungewohntes und zunächst eventuell etwas unangenehmes Gefühl, denn die Haare fühlen sich jetzt strohig und verknotet an. Es ist ein komplett anderes Gefühl als beim Waschen mit herkömmlichen Shampoos, denn Eure Haare sind nun wirklich sauber!!

Ohne Silikone oder sonstige Hilfsmittel haben sie nun ihre urspüngliche Struktur.

 

Es kann erschreckend sein, den wirklichen Zustand seine Haare zu entdecken, der bisher immer durch Silokone oder andere chemische Wirkstoffe verdeckt wurde. Aber Durchhalten lohnt sich in diesem Fall wirklich!!

 

Sollten nach dem Vortrocknen noch Rückstände vom Mehl in Euren Haaren sein, dann keine Panik, diese lösen sich beim Föhnen, oder beim anschließenden Bürsten ganz von selbst!

 

 

Saure Rinse?

 

Wer zu Haarausfall oder glanzlosen Haaren neigt, der kann im Anschluss an die Haarwäsche noch eine

saure Rinse ins Haar geben. Diese schließt die Schuppenschicht des Haares und sorgt für Glanz.

Die Säure zieht außerdem die Poren zusammen und sorgt bei regelmäßiger Anwendung dafür, dass Ihr weniger Haarverlust erleidet.

 

 

Herstellung:

 

Alles was Ihr benötigt ist naturtrüber Apfelessig in Bio- Qualität und kaltes Wasser.

Ich gebe für diese "Spülung" max. 1 EL Apfelessig auf 500ml Wasser und spüle damit im Anschluss an die Haarwäsche meine Haare nach.  Die Mischung kann entweder im Haar verbleiben, oder Ihr spült sie nach einer kurzen Einwirkzeit

von 2 Min. wieder aus. Wer den Geruch nicht mag, kann noch zwei Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel) hinzugeben.

Aber nach meiner Erfahrung verflüchtigt sich der Geruch innerhalb weniger Minuten.

 

 

Fazit:

 

Seitdem ich auf diese zugegeben seltsame Haarpflegemethode umgestiegen bin, sind meine Haare mit jeder Haarwäsche griffiger, glänzender und gesünder geworden! Ich habe seither keine Schuppen oder juckende Kopfhaut mehr gehabt.

Mein Haarausfall ist deutlich zurück gegangen, wie ich an meiner Bürste sehen kann.

Die Herstellung ist super einfach und lässt sich ohne Probleme in die tägliche Routine integrieren, ohne dass ich einen zeitlichen Mehraufwand verzeichnen muss.

Ich tue nicht nur mir, sondern auch der Umwelt etwas Gutes, da alle verwendeten Rohstoffe zu 100% natürlichen Ursprungs sind und die Gewässer somit nicht mit Schadstoffen belasten.

Theoretisch müsste ich meine Haare sogar nur noch alle 3 Tage Waschen, weil sie viel weniger nachfetten als zuvor. Da ich aber kurze Haare haben, sehe ich nach Tag zwei auf dem Kopf wie ein geplatzes Sofakissen aus, wenn ich morgens aufstehe.

Ich wasche meine Haare jetzt aber nicht mehr täglich, sondern jeden zweiten Tag. Auch dadurch strapaziere ich meine Kopfhaut und Haare viel weniger.

Zudem benötige ich weniger Styling- Produkte, da die Haare ganz von selbst ein tolles Volumen und einen guten Sitz haben.

Alles in Allem war diese Alternative für mich die Entdeckung des Jahres und ich werde auf jeden Fall dabei bleiben!

Ich freue mich, wenn der/die Eine oder Andere von Euch diesen Beauty- Hack mal ausprobiert und mir von seinen Erfahrungen berichtet!


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