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Adopt - don`t shop!


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Die Geschichte einer traurigen Seele

Verängstigt und ohne Hoffnung kauert sie in der hintersten Ecke des Raumes.

Sie wagt es kaum zu atmen, damit Ihresgleichen sie nicht entdecken und sie wie so oft Prügel einstecken muss.

Die Anderen akzeptieren sie nicht und dennoch ist sie dazu verdammt unter Ihnen zu verweilen.

 

Die Hoffnung auf ein liebevolles Zuhause hat sie längst aufgegeben, denn seit 4 Jahren muss sie diesen Zustand nun schon ertragen.

Wenn die zarte, in die Jahre gekommene Lucy ihre Augen schließt sieht sie ihr früheres Zuhause, in dem sie so sehr geliebt wurde. Ihr Frauchen überschüttete sie nahezu mit all ihrer Liebe, sorgte dafür, dass Lucy immer satt wurde und einen warmen, sicheren Platz zum Verweilen hatte.

Am liebsten schlief Lucy ganz dicht an Frauchens Kniekehlen geschmiegt, da fühlte sie sich so geborgen.

Jeden Morgen wurde ihr geliebter Mensch von Lucy mit einem Stups auf die Nase geweckt und sie selbst mit den Worten: "Guten Morgen meine Süße." begrüßt.

Aber eines Tages, als Lucy ihren Menschen mit dem feuchten Näschen anstupste blieb die heiß ersehnte Begrüßung aus.

Noch einmal einen Stupser...Doch an diesem Morgen wachte ihr Frauchen nicht wieder auf und ihre gesamte Welt brach für Lucy ab diesem Tage zusammen. Sie konnte nicht verstehen, warum man sie plötzlich in diese schrecklich kleine Box sperrte und mit ihr an einen fremden Ort fuhr. Angst ergriff Besitz von ihrem kleinen Herzen. Als wäre das nicht genug, brachte man sie zu vielen anderen Artgenossen in einen Raum.

Seither verbringt sie jeden Tag in Angst. Ist nur noch ein Schatten Ihrer selbst.

Der einzige Moment des Tages, an dem sie ein klein wenig Wärme in ihrem vor Angst erstarrten Herzen spürt ist der, wenn die nette Pflegerin mit Futter und ein paar Streicheleinheiten vorbeikommt. Doch dieser Augenblick ist flüchtig, denn viel zu schnell ist er vorbei.

Ab und zu sieht Lucy auch andere Menschen, manchmal Kinder, die sich voller Freude in das Getümmel zwischen Lucys Artgenossen stürzen und ab und an mit einem dieser, meist noch sehr jungen und verspielten Fellknäuel den Raum freudestrahlend verlassen.

Diesen Blick kannte Lucy nur von ihrem geliebten Menschen und hat ihn seither nicht mehr sehen dürfen.

Was hat sie falsch gemacht? Ist es, weil sie älter ist als die Anderen? Ist es, weil sie lieber kuscheln als spielen möchte?

Darf die Kleine sich je wieder glücklich fühlen?


Warum...

...schreibe ich eine so traurige Geschichte werden sich nun einige von Euch fragen.

Jedes Jahr landen hunderttausende von Tieren in den deutschen Tierheimen. Achtlos weggeworfen, ausgesetzt, unüberlegt angeschafft oder lästig geworden finden die Menschen keine "Verwendung" mehr für ihre tierischen Begleiter.

Jedes Jahr zu Weihnachten landen tausende von lebendigen "Tiergeschenken" unter dem Weihnachtsbaum.

Oft werden diese sogar noch bei profitgierigen Züchtern gekauft, die nur dafür sorgen, dass unsere Tierheime immer voller werden. Häufig sind die Anschaffungen von Tieren unüberlegt und die Halter wenig informiert über die Bedürfnisse der angeschafften Tierart. Wenn das Tier dann vielleicht auch noch krank und somit zur finanziellen Belastung wird heißt es: "Bloß weg damit.".

Natürlich trifft das nicht auf alle Tierhalter zu, aber die Tierheime sind schließlich nicht ohne Grund so überfüllt.

Mit meinem Artikel möchte ich zum Nachdenken anregen. Überlegt Euch die Anschaffung eines Tieres genau!

 

Ich selbst bin Halterin eines Katers, bis vor zwei Jahren waren es sogar noch zwei Katzen.

Ich bin mit Tieren groß geworden und weiß um ihre Bedürfnisse und darum, dass sie ebenso wie wir in der Lage sind zu fühlen.

Sie vermissen, sie fürchten sich, sie lieben und sie trauern. Genauso wie wir erfreuen sie sich an jedem Sonnenstrahl und haben das Bedürfnis zu spielen, zu jagen, zu raufen und zu kuscheln.

Aber sie können auch krank werden und kosten mit einem Mal eine Menge Geld. Macht Euch bewusst, dass diese Wesen auch in diesen Momenten auf Euch angewiesen sind und nicht für sich selber sorgen können!

 

Meine Katze Lilo habe ich aus dem Tierheim, bzw. aus dem Katzenhaus Winterhude in Hamburg geholt. Wir waren ein Herz und eine Seele! Sie wich mir niemals von der Seite und war die treuste Seele, die ich je an meiner Seite hatte.

Ich hatte das Gefühl, dass sie mir jeden Tag auf ihre Art dankte, dass sie bei mir sein durfte, da sie zuvor mindestens einmal weggegeben wurde.

Mein Kater Gizmo, der immernoch an meiner Seite ist, ist mir vor 8 Jahren fast verhungert als kleiner Welpe zugelaufen.

Der Kleine hatte einen so starken Kampfgeist und Lebenswillen, dass er mir am Tage seines Auffindens über 3km bei 35°C Außentemperatur hinterher lief bis nach Hause. Tragen lassen wollte er sich nicht und werte sich vehement dagegen sich auf diese Art helfen zu lassen. Seitdem sind auch wir unzertrennlich.

 

Viele haben Bedenken, dass Tiere aus Tierheimen zu stark vorbelastet sind. Gerade ältere Fellnasen haben oft keine Chance mehr auf eine Vermittlung. Dabei sind gerade diese "Kandidaten" oft die dankbarsten und treusten Gefährten, die ihr finden könnt.

Natürlich braucht man mit diesen Tieren unter Umständen etwas mehr Geduld, als mit anderen. Gerade in Bezug auf Hunde sollte man schauen, ob die eigene Erfahrung ausreicht, sich ein eventuell etwas schwieriges Tier zu holen. Besondere Vorsicht gilt für "Angsthunde". Dennoch haben auch diese Tiere eine Chance auf einen glücklichen Lebensabend verdient und sollten nicht übersehen werden!

 

Bitte kauft keine Tiere in Zoohandlungen oder beim Züchter! Selbst Rassetiere sind in den Tierheimen in Massen aufzufinden!

 

Adopt - don`t shop!

 

Eure Sabrina

 


P.S. Einen schönen Artikel zu dem Thema und weitere Informationen zum Tierschutz findet ihr auf der Hompage von Animals United unter diesem Link: https://www.animalsunited.de/haustiere/


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Kommentare: 1
  • #1

    Nicole (Sonntag, 16 Dezember 2018 18:23)

    Das kann ich nur unterschreiben!
    Ein sehr schöner Text. Ich wünschte, mehr Leute würden den vor dem Kauf/der Anschaffung ganz genau lesen!