· 

Myth-Hunter Teil 3


Ein vorerst letztes Mal habe ich für Euch als Myth-Hunter ermittelt.

Ab der kommenden Woche widme ich mich dann wieder anderen Themen des Lebens.

Wie immer bin ich offen für Eure Ideen und Anregungen für neue Artikel!

Du möchtest in Zukunft wieder etwas aus der Myth-Hunter Serie lesen? Kein Problem! Sende mir Dein Thema und es wird bald wieder neue Artikel hierzu geben!

Heute gehe ich auf zwei weitere Einsendungen ein, die Teil meines Gewinnspiels waren.

Wieder mal mit dem falschen Bein aufgestanden?

Nico fragt sich, was es mit diesem Mythos wohl auf sich hat.

Wahrscheinlich ist er auch das Eine oder Andere mal mehr schlecht als recht in den Tag gestolpert, hat den Kaffee über das frisch gewaschene Hemd verschüttet und war so richtig mies gelaunt!?

Angekommen im Büro fällt den Kollegen seine schlechte Stimmung umgehend auf und ein besonders "kluger" ruft aus der hintersten Ecke: " Na Kollege! Wohl mit dem falschen Bein aufgestanden!?"

 

Doch was hat es damit wohl auf sich? Ist es nicht am Ende egal, mit welchen Bein oder Fuß wir am Morgen als erstes den Boden berühren? Der Myth- Hunter hat recherchiert:

Herkunft:

Zuerst einmal ist diese Redewendung so nicht ganz korrekt von uns übernommen worden. Eigentlich heißt es: " Du bist wohl mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden!" Wobei auch das nur eine Abwandlung des ursprünglichen Spruches: "...nicht mit dem rechten Bein aufgestanden..." ist.

Mal wieder ein tolles Beipiel für das sogenannte "stille Post Prinzip". Jeder dichtet ein bisschen was dazu und am Ende ist eine Aussage von ihrem eigentlichen Kern befreit. Dennoch ist das Rätsel allein damit nicht gelöst.

Die Redewendung an sich gibt es seit dem 18. Jahrhundert. Schon damals bemerkte man, dass die linke Seite i.d.R. die weniger Geschickte ist als die Rechte, und somit die unheilvollere.

Es gibt zum Beispiel auch eine weitere geläufige Aussage: "jemanden links liegen lassen".

Da die linke Seite dem Bösen zugeordnet war, mit dem man nicht in Berührung kommen wollte, entstand dieser Spruch.

Weitere Quellen sagen, dass die Redewendung eine alte bäuerliche Weisheit ist.

Wenn der Bauer früh morgens noch schlaftrunken mit den Füßen nach seinen Holzpantoffeln tastete und er versehentlich mit dem rechten Fuß in den linken Pantoffel stieg, konnte es passieren, dass er schmerzhaft umknickte und daher einen denkbar schlechten "Einstieg" in den Tag hatte!


7 Jahre...

Endlich bist Du mal wieder so richtig ausgelassen mit Deinen Freunden am feiern. Der Alkohol fließt, die Musik sorgt für Tanzstimmung...Janine ist mittendrin! Ihre beste Freundin kommt mit einem vollen Glas auf sie zu. "Kling" macht es beim Anstoßen als Janines Freundin laut ruft: " HA! Du hast mir beim Zuprosten nicht in die Augen geschaut! DAS bedeutet 7 Jahre schlechten Sex für DICH!!!" Janine lacht selbstsicher und meint, dass das doch nur ein blöder Aberglaube sei.

Doch ist das wirklich so?

Herkunft:

Das Anstossen geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Kaiser und Könige dieser Zeit ließen im Allgemeinen ihren Mundschenk den Wein vorher probieren um zu sehen, ob dieser vergiftet sei. Begann dann einer der Herrscher selbst zu trinken, so wurde dieser Anlass musikalisch begleitet. Das Anstoßen selbst, bzw. das Klirren der Gläser sollte böse Geister und Dämonen fernhalten, ähnlich wie das  Feuerwerk an Silvester.

Der Zwang sich in die Augen zu schauen wenn man anstößt hat seine Wurzeln aber nur in unserer Tradition.

Einen tieferen Sinn, oder eine Bedeutung dahinter gibt es nicht. Jedes Land hat seine eigene Trinkkultur und in Deutschland gehört es sich eben, sich beim Zuprosten in die Augen zu schauen.

Also keine Sorge liebe Janine...Es bleibt alles so, wie es ist. ;)

Quelle: Esskultur


Dreimal auf Holz geklopft

Nun fragt Ihr Euch vielleicht, ob es auch einen Aberglauben gibt, den ich selbst praktiziere? Den gibt es tatsächlich, auch wenn ich im Allgemeinen kein sehr abergläubischer Mensch bin. Dennoch lasse ich es mir nicht nehmen, dreimal auf Holz zu klopfen, wenn ich mich beispielsweise zu einer Aussage hinreißen lasse wie: "Bisher ist das immer gut gegangen."

Schnell auf Holz geklopft, denn man möchte das Schicksal nicht herausfordern. Was mache ich, wenn keine hölzerne  Oberfläche vorhanden ist? Ich klopfe dreimal gegen meine Stirn. Nähere Erklärungen hierzu erspare ich Euch!

Herkunft:

Die Ursprünge liegen unter Anderem in der Seefahrt, sowie im Bergbau. In der Seefahrt durfte damals ein Matrose vor dem Anheuern auf den Mastfuß klopfen, um sich einen Überblick über den Zustand des Schiffes zu verschaffen. Ähnlich war es im Bergbau in Bezug auf die Stollen. So verriet der Ton beim Klopfen mehr über den Zustand des Holzes.

Andererseits geht dieser Brauch aber auch mit dem Glauben an Geister einher.

Wenn also jemand über sein Glück sprach, so klopfte er währenddessen auf Holz, damit die Geister seine Aussage nicht hören, und somit kein Unheil stiften konnten.

Quelle: Wiktionary


Ende...

Hiermit geht nun die Artikelserie "Myth- Hunter" vorerst zuende.

Es hat mir Spaß gemacht für Euch zu recherchieren und ich hoffe auf weiterhin treue Leserschaft, wenn es demnächst wieder mit anderen Themen aus den Bereichen Leben, Liebe und Gedanken weitergeht.

Wie bereits eingangs geschrieben bin ich dankbar fürPost von Euch, wenn Ihr einen Wunsch zu einem

bestimmten Thema habt! Scheut Euch auch nicht davor, meine Beiträge zu teilen, wenn Sie Euch gefallen.

Unter jedem Artikel findet Ihr entsprechende "Share- Buttons".

Ich werde jetzt den gemütlichen Teil des Sonntags einleuten und mich einkuscheln mit Kater Gizmo.

Habt auch Ihr ein tolles Rest- Wochenende!

 

Drüxx deluxe

 

Eure Sabrina


Kommentar schreiben

Kommentare: 0