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Der gemeine Nörgler...


...ist wohl der Deutschen hartnäckigster Schädling!

Wir nörgeln immer, überall und über alles!

 

Schon am frühen Morgen beim Weckerklingeln geht es los, und endet meist erst am Abend, kurz vor dem Einschlafen.

Wir sind unzufrieden! Womit? Grundsätzlich ja mit so ziemlich Allem, wenn wir uns einmal selber zuhören.

Manchmal gehe ich mir selbst gehörig auf die Nerven, denn ich beginne, es mir zur Gewohnheit zu machen, mir selber zuzuhören, und meine Aussagen zu bewerten.

Glaube mir, je mehr Du Dir ein solches Verhalten antrainierst, desto mehr wird Dir klar werden, wieviel Du

eigentlich nörgelst.

 

Das klingt ja zunächst einmal recht amüsant, und ich kann nicht leugnen, dass mich meine eigene Jammerei auch manches Mal zum Schmunzeln bringt. Aber eigentlich ist es erbärmlich, worüber wir Deutschen uns beschweren.

 

Wir jammern, sofern vorhanden über unsere Beziehungspartner, anstatt diesen zu wertschätzen.

Wir regen uns über unseren Job auf, anstatt uns zu freuen, dass wir einen haben.

Wir sind mit unseren Gehältern unzufrieden , obwohl wir uns hierdurch viele Dinge leisten können.

 

Das trifft natürlich nicht auf jeden Job zu!! Ich selbst weiß aus eigener Erfahrung, dass viele Branchen zu schlecht bezahlt sind, für die Arbeit, die geleistet werden muss, dennoch bin ich auch der Auffassung, dass jeder seines Glückes Schmied ist!

Statt also immerzu über das schlechte Gehalt und die unchristlichen Arbeitszeiten zu nörgeln, ist jeder selbst dazu angehalten, die Situation für sich zu verändern.

Einige von Euch werden sicher denken, dass mein Reden großspurig ist. Aber ich selbst bin an die 15 Jahre im Einzelhandel versauert. Ich weiß also, was schlechte Bezahlung und nervige Arbeitszeiten sind!

 

Lange Zeit bewarb ich mich erfolglos für andere Branchen, denn schon längst hatte ich den Willen zur Veränderung, doch der Weg war nicht leicht. Immer wieder wurde ich aufgrund mangelnder Berufserfahrung als Quereinsteigerin abgewiesen.

Aber ich blieb hartnäckig und bekam schließlich bei meinem jetzigen Arbeitgeber eine Chance.

Zugegeben war die angebotene Tätigkeit nicht gerade das, was mich zu Luftsprüngen animierte, aber es war eine Gelegenheit, mir selbst zu beweisen, dass ich nicht im verhassten Einzelhandel in Rente gehen muss.

 

Ich denke, manchmal darf man nicht zimperlich sein, und so gab ich mich sogar anfänglich mit einer geringeren

Bezahlung zufrieden. Wohl wissend, dass für mich hier nicht die Endstation sein sollte.

Schließlich bekam ich die Chace, mich für eine andere Abteilung im gleichen Unternehmen zu bewerben und schaffte den Schritt nach "oben". Mehr Gehalt, freie Wochenenden und eine relativ abwechslungsreiche Tätigkeit.

Tja und dennoch...die Nörgelei findet ja bei uns Menschen kein Ende. Es passt sich nur den neuen Gegebenheiten an.

Nun sind eben die Wochenden zu kurz und die 18 Uh Schicht zu lang, von frühen Aufstehen ganz zu schweigen.

Ach ja und die Vorgesetzten...Du meine Herren...

Eigentlich sollte ich glücklich sein. Ich habe ein geregeltes Einkommen, welches besser ist, als je zuvor. Meine Wochendenen stehen mir zur Verfügung und ich muss nie länger arbeiten, als bis zum frühen Abend! Ich habe also allen Grund,

um zufrieden zu sein!

 

Ich denke, wir sollten uns einfach öfter mal selber ermahnen, dass wir selbst darüber bestimmen, was wir uns zumuten, bzw. mit uns machen lassen. Wir haben jederzeit die Möglichkeit uns anderswo zu bewerben, wenn der Job uns unzufrieden macht. Wir können Beziehungen beenden, die uns unglücklich machen. Das heißt aber nicht, beim ersten Streit die Flinte

ins Korn zu werfen. ;)

Wir können uns Hilfe suchen, wenn wir mit Situationen nicht alleine zurecht kommen.

Wir bestimmen über unsere Freundschaften und können uns von Dingen und Menschen trennen, die uns nicht gut tun.

Doch stattdessen wird nur zu gern die Schuld immer bei Anderen gesucht, anstatt sich einmal selbst zu reflektieren.

 

Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass mir chonische Nörgler, wie wir sie auch im Büro haben, einfach auf die Nerven gehen. Sie ziehen die gesamte Belegschaft mit runter. Diesen Menschen steht jedoch der Weg frei, sich anderswo einen Job zu suchen, um sich selbst glücklicher zu machen. Aber das ist dann leider zu unbequem.

Aber hast Du Dir schon bewusst gemacht, dass vielleicht sogar Du so eine Wirkung auf andere hast???

 

Ich jedenfalls habe mir vorgenommen, einfach mal dankbarer zu sein, für die Möglichkeiten, die mir offen stehen.

Nicht alleine deshalb, weil dadurch ganz automatisch auch ein Gefühl von Zufriedenheit in mir selbst entsteht, sondern auch , weil meine Mitmenschen unter dieser ständigen negativen Wahrnehmung von mir leiden.

 

Seid dankbar, und wenn wirklich alles so schlecht ist, wie Ihr es sehr, dann habt den Mut zur Veränderung!

 

Eure Sabrina!


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