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Dein Moment....


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Jeder von uns hat eine Geschichte in seinem Leben, die ihn immer wieder zum Lachen, oder schmunzeln bringt.

Heute erzähle ich Dir meine Story, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert, auch wenn es mir gerade nicht gut geht.

Außerdem interessiere mich sehr für Deine Geschichte! Was ist ein besonderer Moment in Deinem Leben gewesen? Was ist Dein Rettungsanker an schlechten Tagen? Magst Du Deine Erlebtes mit mir teilen, damit ich es hier unter meinem Beitrag veröffentliche? Auf Wunsch natürlich anonymisiert! Ich freue mich auf viele tolle Geschichten!


Rendezvous mit dem Schicksal...

...so könnte die Überschrift meiner Geschichte lauten...

 

Ich kann nicht mehr genau sagen, in welchem Jahr es war. Aber es war ein toller Frühling mit sommerlichen Temperaturen.

Das lange Pfingstwochenende war gerade eingeläutet und ich beschloss mit der Fähre nach Teufelsbrück überzusetzen um einige Stunden am Elbstrand zu verbringen.

 

Zu dieser Zeit ging es mir sehr gut. Single, jedoch gerade dabei eine nette Bekanntschaft zu pflegen. Ausgeglichen und gesund. Alles war bestens und ich genoss jeden Tag meines Lebens frei und unbeschwert.

 

Bepackt mit einer Decke und einem guten Buch, in ein leichtes Sommerkleid gehüllt machte ich mich also auf den Weg, um meinen Tagesplan in die Tat umzusetzen. Gerade in Teufelsbrück angekommen erfreute ich mich am Anblick des kleinen Kunsthandwerkermarktes. Davon wusste ich gar nichts, dachte ich und warf einen flüchtigen Blick über die Stände mit den bunten und künstlerischen Arbeiten.

Von meinem Vorhaben jedoch ließ ich mich nicht abbringen und verbrachte einige sonnige Stunden mit einem guten Buch am Strand.

 

Gegen frühen Nachmittag hatte ich dann genug Sonne getankt, und außerdem stand ja noch ein Date auf meinem Plan zu dem ich nicht zu spät kommen wollte. Also schnell alles zusammen gepackt, Kopfhörer in die Ohren und los in Richtung Fähranleger.

Wieder am Kunsthandwerkermarkt angelangt stand dort vor der kleinen Bühne, auf welcher gerade irgendeine Gruppe von Menschen ihr Talent zum Besten gab, lässig an einen Tisch gelehnt ein doch recht ansprechend aussehender junger Mann. Unsere Blicke trafen sich im Vorbeigehen. Ein sehr kurzer, aber doch intensiver Moment. Jedoch waren meine Gedanken in dem Moment alles andere als positiv ihm gegenüber.

Ich dachte bei mir: "Na so ein Typ weiß ja, dass er gut aussieht...Bestimmt so ein Aufreißer...Bloß weg!"

 

Also setzte ich meinen Weg unbeirrt fort, als mich plötzlich jemand an der Schulter antippte. Als ich mich umdrehte stand da eben jener Typ und brabbelte etwas vor sich hin, dass ich aufgrund der Musik in meinen Ohren selbstverständlich nicht verstand. Leicht genervt, aber dennoch neugierig nahm ich das Headset von den Ohren und fragte: "Wie bitte?"

Er lamentierte, dass ich doch nicht so ignorant sein könne und meine eigene Musik hören kann, wenn Künstler auf der Bühne stehen und ihr Talent beweisen.

Darauf entgegenete ich nur trocken, dass mir meine Musik aber besser gefalle und das Dargebotene nicht meinen Geschmack treffe. Der seltsame Typ lachte und untermalte dies mit einem ungläubigen: "Waaas?!"

Irgendwie gefiel er mir und sein Lachen machte ihn sympathisch, sodass ich mich zu einem Lächeln hinreißen ließ. Aber eigentlich fand ich ihn doch ziemich frech und unverschämt.

 

Schließlich fragte er mich, ob ich nicht noch ein wenig bleiben wolle auf eine Apfelschorle...*lach* und ich bemerkte, dass ich leider noch etwas vor habe und die nächste Fähre erwischen muss.

Doch so leicht ließ sich George, so stellte er sich mir vor,  nicht abwimmeln und setzte nach mit einem: " Dann morgen um die gleiche Zeit wieder hier?"

Ich ließ ihn stehen mit einem:" Ja mal sehen." , und machte mich lächelnd davon.

 

Eigentlich sollte die Sache damit für mich erledigt sein, aber ab diesem Moment ging er mir nicht mehr aus dem Kopf.

 

Am nächsten Tag machte ich mich daher früher, als am Vortage auf den Weg, um zu sehen, ob er auch auftauchen würde.

Kaum setzte ich den ersten Schritt auf den Markt, da sah ich George auf der kleinen Bühne stehen... Mit Gitarre und bereit für seinen Auftritt. Innerlich musste ich lachen, dachte aber zugleich: "Oh nein...Ein  Musiker. Damit bestätigt sich wohl mein erster Verdacht über ihn."

Aber immernoch war ich neugierig und bahnte mir daher einen Weg durch das kleine Publikum, als er begann die ersten Zeilen eines Songs namens: "Rendezvous mit dem Schicksal" zu singen. Das war seither unser Song. :)

Als er mich erblickte strahlte sein ganzes Gesicht und er wandte den Blick nicht mehr von mir ab, bis sein Auftritt zuende war. Danach hatten wir einen tollen Nachmittag...Tranken zusammen die vereinbarte Apfelschorle, gingen spazieren und waren seit dem Tage für 4 1/2 Jahre unzertrennlich. Erlebten viele Höhen und Tiefen und sprachen oft über den Tag unseres Kennenlernens. Wir lachten darüber und sagten: "Das können wir später noch unseren Enkeln erzählen."

 

Ich glaube, für mich war dieses Kennenlernen deshalb so besonders, weil ich ihn anfangs wirklich nicht leiden konnte und meine Vorurteile hatte. Wir Menschen sind oft zu schnell damit uns ein Bild des Gegenübers zu machen. Dass jedoch hieraus wundervolle Geschichten entstehen können, sieht man an George und mir.

Auch wenn unsere Zeit irgendwann zudene war, schätzen wir uns bis heute sehr und haben den Kontakt zueinander nicht verloren. Er bleibt ein besonderer Mensch für mich!

 

Schön, dass es dich gibt. :)

Dieses Video entstand einen Tag vor unserem Kennenlernen in Teufelsbrück.

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Kommentare: 1
  • #1

    Lorena (Samstag, 02 Februar 2019 12:46)

    Eine sehr schöne Geschichte aus deinem Leben! Fast wie im Film :-)