· 

Myth- Hunter Teil 2


Die Siegerin meines Gewinnspiels steht fest!

Der Preis geht an Lori, die so lieb war, mit mir "Ihren" Aberglauben zu teilen, der sie seit Ihrer Kindheit begleitet.

Als Myth- Hunter habe ich für Dich recherchiert und werde nun endgültig Klarheit in die Sache bringen. :)

Scherben bringen Glück!

Ist das so?

Ich denke, der Eine oder Andere von uns müsste demnach bereits mehrfacher Lottogewinner sein.

Aber gehen wir der Sache doch mal auf den Grund. Woher stammt dieser Aberglaube? Hat das Ganze einen wahren Kern, oder ist es bloßer Humbug?

Und welche Scherben sind eigentlich genau gemeint?

Herkunft:

Die Oma sagte  schon damals, wenn mal wieder ein Glas zu Bruch ging: "Scherben bringen Glück".

Vor allem am Polterabend wird wild mit dem mehr, oder minder guten Geschirr um sich geworfen, um dem frisch gebackenem Brautpaar möglichst viele glückliche Jahre zu bescheren.

Aber tatsächlich findet dieses Sprichwort in unserem Kulturkreis oftmals eine falsche Anwendung.

 

Wir nennen im Grunde alles "Scherben", was von etwas zerbrechlichem wie Glas, Keramik oder Ton stammt.

Tatsächlich hat der Begriff seinen Ursprung jedoch im Töpferhandwerk und beschreibt ein tönernes Gefäß,

hauptsächlich Vorratsbehälter.

 

Behalte das vorerst mal im Hinterkopf liebe Lori.

 

Es gibt den Aberglauben, dass es Pech bringt, wenn ein Glas, oder ein Teller herunterfällt, da Glas und Porzellan

damals sehr teuer waren.

Mit dem Ausruf "Scherben bringen Glück" wollen wir also das Pech abwenden.

Aber wie passt das nun zusammen?

Kommen wir wieder zurück zu den tönernen Vorratsbehältern, welche man damals als "Scherbe" bezeichnete.

Wer volle Scherben hatte, der hatte natürlich demzufolge Glück, da er keinen Hunger leiden musste, oder in einem gewissen Wohlstand lebte.

 

Manch einer behauptet auch, dass diese Redewendung ihren Ursprung im jüdischen Hochzeitsbrauch hat.

Hier wird vor dem Bräutigam ein Glas zertreten, was die Zerstörung des Tempels zu Jerusalem symbolisieren soll.

Um das Unglück abzuwenden rufen die Gäste "Massel Tov (Viel Glück)".

 

Nun, das wäre also geklärt liebe Lori... 

 

Aber wie passen diese Erkenntnisse zusammen mit folgendem Aberglauben:

 


Ein zerbrochener Spiegel bedeutet 7 Jahre Pech

Zugegeben, nun bin ich doch ein wenig verwirrt.

Geht es Dir vielleicht genauso?

 

Erst bringen uns Scherben Glück, doch dann aufeinmal lastet ein 7 jähriger Fluch auf uns!?

Hast Du schonmal einen Spiegel zerbrochen und hast das Gefühl, dass Du seither vom Pech verfolgt wirst?

 

Schon bei Schneewittchen hatte der Spiegel der grausamen Stiefmutter etwas Böses in sich!

 

In unserem Aberglauben ist es noch nicht einmal von Belang, ob Du den Spiegel unabsichtlich, oder absichtlich zerstörst!

Du hast in jedem Falle 7 Jahre Pech!

Herkunft:

Wann genau dieser Aberglaube eigentlich entstand, kann man nicht sagen.

Seine Entstehung jedoch verdankt er zum Einen dem Umstand, dass Spiegel damals sehr sehr teuer waren!

Nur wenige priviligierte konnten sich überhaupt einen  leisten.

Ging ein solch wertvolles Stück zu Bruch, so bedeutete das für den Verursacher großen finanziellen Schaden.

 

Ein weiterer Grund für das Mysterium um den Spiegel ist, dass nur sehr wenige wussten, wie ein solcher herzustellen ist.

Die Venezianer waren im Europa des 15ten Jahrhunderts wahre Meister in der Herstellung von Spiegeln und hüteten ihr   Geheimnis sehr gut. Es wird erzählt, dass von Ihnen der Abgerglaube stammt, dass ein zerbrochener Spiegel 7 Jahre Unglück mit sich bringt.

 

Andere Kulturen glaubten schon damals, dass ein Spiegel in der Lage sei, die Seele eines Menschen zu verschlingen.

Wenn dieser dann beim Betrachten zu Bruch geht, bleiben Teile der Seele in den Scherben gefangen und erst nach 7 Jahren soll diese wieder vollständig sein und ihren Frieden finden.

 

Um den Spiegel geistern viele verschiedene Mysterien. Eindeutig bewiesen ist keines davon. Doch sie zu widerlegen dürfte ebenfalls schwierig sein.

 

So bleibt ein Geheimnis um einen Gegenstand, welcher uns heutzutage so selbstverständlich ist...

 

An dieser Stelle lieben Dank an Jeanette für Deine Teilnahme und Deinen Input! 

Quelle: Babavanga


Kommentar schreiben

Kommentare: 0