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Loslassen...


...kann ganz schön schwer sein.

Wer von uns hat sich nicht schonmal an etwas geklammert, wovon er ganz genau wusste, dass es ihm nicht gut tut?!

Auch ich bin vor mir selbst nicht sicher und mache immer wieder die Erfahrung, dass es mir schwer fällt Menschen loszulassen, die mir etwas bedeuten.

Am Anfang verdränge ich die Fakten, die mir aufzeigen, dass man eigentlich gar nicht zueinander passt, denn das Herz sagt schließlich etwas anderes, als der Verstand!

Das klappt auch erst ganz gut mit dem Verdrängen, denn anfangs ist ja ohnehin alles rosarot...

Doch dann kommt es zu immer mehr Differenzen, Auseinandersetzungen und Diskussionen.

Die rosarote Brille weicht und ganz langsam kommt man in der Realität an.

Herzlich Willkommmen...!

Nun könnte man meinen, zurück im Leben trifft einer die Entscheidung, das Ganze zu beenden. Das passiert jedoch nur dann , wenn nicht zwei sogenannte "Herzmenschen"

aufeinander treffen.

Ein "Herzmensch" hört in der Regel zu 99% auf seine Gefühle und nicht auf den Verstand.

Was er lieb gewonnen hat, gibt er nur widerwillig her!

Und so probiert man, experimentiert und biegt... Es muss doch funktionieren, denn schließlich hat man sich doch so gern.

Doch mit Gewalt funktioniert eben nichts so richtig. Frust und Enttäuschung machen sich breit.

Nicht nur über den Partner, sondern auch über sich selbst, denn man bekommt unlängst das Gefühl, den Ansprüchen nicht genügen zu können.

Man sucht die Schuld für das "nicht funktionieren" nicht nur bei sich, sondern quält den Anderen mit Vorwürfen, denn würde er die Dinge anders machen, wäre ja ohnehin alles ganz anders, so meinen wir.

Und so fängt man an, einander langsam zu zerstören. Das Selbstbild des Anderen völlig ins Wanken zu bringen, denn dieser fragt sich nur noch, warum er scheinbar alles falsch macht!

Ich selbst habe gerade eine solche Partnerschaft hinter mir, die mich fast zu Fall brachte.

Aber das Loslassen fiel dennoch so schwer, da unsere Herzen sich ein Zusammensein wünschten. Am Ende stand jeder für sich vor einem Trümmerhaufen, den er nun für sich in Ordnung bringen muss. Das Gefühl des "nicht- genug- seins" muss mit viel Geduld und Mühe abgeschüttelt, und das Selbstwertgefühl wieder aufgebaut werden.

Das zeigt mir wieder allzu deutlich, dass Schaden auch angerichtet wird, wo zwei Menschen eigentlich die besten Absichten füreinander haben.

Die Entscheidung zu treffen, das Ganze zu beenden, obwohl noch Gefühle füreinander vorhanden sind, hat etwas in uns Beiden ausgelöst, was mit Worten schwer zu beschreiben ist. Es hat eine Leere hinterlassen, die nur schwer wieder zu füllen ist...

Doch am Ende ist dieser Weg das einig richtige, denn wären wir zusammen geblieben, wäre keiner von uns glücklich gewesen. Unsere Ansichten, unsere Wertvorstellungen waren in vielen Belangen einfach viel zu kontrovers, als dass wir auf einen gemeinsamen Nenner hätten kommen können. Eine Beziehung, oder eine Freundschaft ist es nicht wert, dass man sich selbst quälen muss! Doch ist es oft schwer, sich selbst über die Liebe zu stellen...

 

Deine Sabrina


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